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Funktionsanalyse

Wie machen sich Funktionsstörungen bemerkbar?
Typische Anzeichen einer von Zähnen verursachten Funktionsstörung können sein:
    1. Muskelschmerzen (Gesicht, Hals, Nacken, Schulter),
    2. chronische Verspannungen,
    3. häufige Kopfschmerzen,
    4. Knacken und Schmerzen der Kiefergelenke,
    5. eine eingeschränkte Beweglichkeit des Unterkiefers und
    6. Ohrgeräusche (Tinitus).
Mit Hilfe der klinischen und instrumentellen Funktionsanalyse erhält Ihr Zahnarzt diagnostisch präzise Werte zur Befunderhebung, Behandlungsvorbereitung und Therapiekontrolle, vor allem über die Lage der Kiefer im Schädel, einzelne Kieferbewegungen und die Stellung der Zähne zueinander. Diese umfassende Analyse macht es möglich, die Ursachen akuter Beschwerden, Spätschäden in den Kiefergelenken und den Zahnaufhängungen vorzubeugen sowie Therapiemaßnahmen einzuleiten.

Die klinische und instrumentelle Funktionsanalyse hat sich in der Planung und Herstellung von Inlays, Kronen, Brücken und umfangreichen Rehabilitationen sowie der "Umstellung" von Zähnen durch kieferorthopädische Maßnahmen bewährt. Ebenso bei Erkrankungen der Kiefergelenke (Gelenkknacken, Schmerzen, Bewegungseinschränkung), bei Verspannungen und Schmerzen der Kaumuskulatur und bei Erkrankungen oder Fehlbelastungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis).

Ablauf einer Funktionsanalyse:

Ihr Zahnarzt beginnt mit einer detaillierten Anamnese (Erhebung der Vorgeschichte). Danach erfolgt eine genaue Untersuchung des Mund-Kiefer-Systems und seiner Funktionen, unter anderem des Bewegungsspielraums des Unterkiefers nach allen Seiten, von Verspannungen und Schmerzempfindlichkeit der umliegenden Muskulatur sowie ein Abhören der Kiefergelenke. Weitere Befunde aus Röntgenaufnahmen, zum Zustand der Zunge, der Wangenschleimhaut, der Zähne oder des Zahnfleisches fließen in die Analyse ein.

Gnathologische Instrumente - Gnathologie ist dei Lehre des harmonischen Zusammenwirkens aller Einzelelemente des gesamten Kauoragans - erfassen dann unter anderem die individuellen Kaubewegungen und machen sie reproduzierbar. Dazu erstellt der Zahnarzt Abdrücke der Zahnreihe im Ober- und Unterkiefer, fixiert die Verzahnungsverhältnisse (Okklusion) und zeichnet die Bewegung des Unterkiefers sowie seine Lage zur Schädelbasis auf.

Die so erhaltenen Kiefermodelle und Messwerte werden in einen Artikulator übertragen. Dieses individuell programmierbare Simulationssystem ermöglicht, die Kaubewegungen des Patienten im Labor realitätsnah nachzuvollziehen. Oftmals gelingt es erst außerhalb des Mundes mit Hilfe dieses dreidimensionalen Simulationsmodells, die Ursachen von Funktionsstörungen zu ermitteln.

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