Bei den ersten Schritten einer endodontischen Behandlung müssen die Zugänge zu den Hauptwurzelkanalsystemen dargestellt werden. Die einzelnen Zugänge sind manchmal recht schwierig zu finden, sehr oft sind einzelne Zugänge stark "verkalkt" oder zweigen erst nach einigen Millimetern von anderen Hauptkanälen ab. Erst die genaue Kenntnis anatomischer Variationen, sowie die Ausleuchtung und Vergrößerung durch ein Operationsmikroskop oder Dentalmikroskop ermöglichen ein präzises und damit erfolgversprechendes Arbeiten. Nur bei einer vollständigen Reinigung und Desinfektion kann von einer langfristig erfolgreichen endodontischen Therapie ausgegangen werden.
Durch den Einsatz des Operationsmikroskops (OPM) lassen sich die Zahnstrukturen besser darstellen. Viele Details des komplexen Wurzelkanalsystems können vor und während der Aufbereitung dadurch erst richtig erkannt und demnach überhaupt erst erfolgreich behandelt werden! Eine optimale Ausleuchtung des Zahninneren ist im Regelfall ohne ein OPM kaum zu erreichen.